Golden Retriever Balu
  Franzis Tagebuch
 


Dienstag - 10.04.2012




Lange hat sich auf unserer Homepage nichts mehr getan und mein letzter "Tagebucheintrag" ist schon ewig her. Immer wieder habe ich mir vorgenommen, die Seiten aktueller zu halten, aber einhalten konnte ich die guten Vorsätze offensichtlich nicht.
Also, was hat sich getan in den letzten Jahren?
Im letzten Eintrag wartete ich noch auf meine Studienzulassungen, nun stehe ich schon kurz vor der Bachelorarbeit. Die Zeit vergeht wirklich rasend. So wurde mein Balu am 2. März auch schon 10 Jahre alt! Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Aber ihm geht es super. Kein Vergleich zum letzten Jahr, in dem ich wöchentlich mit ihm beim Tierarzt vorstellig werden musste. Da hat er mir schon SEHR große Sorgen bereitet.
Nun ist die Angst aber schon fast wieder vergessen und ich freue mich über meinen gesunden, fröhlichen Kerl, der inzwischen auch schon wieder ausgelassen mit meinem Mäxchen tobt.
Die Zwei sind wirklich toll zusammen.
Für die Meerschweinchen wurde angebaut, denn im Oktober hat sich die Gruppe noch ein weiteres Mal vergrößert. Pebbles zog aus einer Notstation zu uns. Sie ist unglaublich hübsch und hat sicher super eingelebt.
Gerade bauen wir draußen Balus "Zwinger" zum Meerschweinchengehege um. Als Balu noch jung war und Flausen im Kopf hatte, verbrachte er dort ab und zu mal 1-2 Stunden, wenn auch Oma und Opa unterwegs waren und niemand ein Auge auf ihn werfen konnte. Die Zeiten sind aber schon lange vorbei. Gefüttert wird er dort allerdings immer noch. Aber er wird sicher nichts dagegen haben, von nun an auch im Haus zu fressen  
Jedenfalls ziehen die Schweine dann sobald es wärmer wird für den Sommer nach draußen. Ich werd das Gequieke ziemlich vermissen, aber so kann ich in den Ferien doch vielleicht mal ausschlafen


Montag - 03.08.09






Es ist Sommer und seit langem habe ich mal wieder Zeit, die Sonne zu genießen. Aber was ein wenig die gute Laune trübt, ist die Ungewissheit; ich muss auf die Zulassungs- bzw. Ablehnungsbescheide der Unis warten. Und da tut sich seit Wochen gar nichts. Jedenfalls bekam ich bisher noch nicht die erlösende Nachricht. Aber in den nächsten Tagen müsste die erste Post endlich eintreffen! Von der Uni Rostock habe ich schon eine Zulassung für Biowissenschaften. Wird wohl meine 2. Wahl sein. Meine ganze Hoffnung habe ich allerdings auf Tiermedizin gesetzt. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar eher gering (aufgrund der vielen Bewerber), aber wer weiß ... man kann ja auch mal Glück haben :-)



Freitag - 26.06.09


ABI 2009 !!!




Ja, am liebsten möchte ich es in die Welt hinaus schreien - es ist endlich geschafft!
Ich habe heute endlich meine letzter Prüfung erfolgreich hinter mich gebracht. Das heißt: Bye Bye Gymnasium! Yeeeaahhh ; )
Nächste Woche kommt dann noch der Abschlussball auf mich zu. 
Mir steht jetzt zwar eine noch unbekannte Zukunft bevor, aber ich freu mich drauf!


Dienstag - 10.03.09

Es wird Frühling






Das Bild ist der Beweis. Der Winter ist endgültig überstanden.
Jedoch war das Wetter während der Bildaufnahme wesentlich freundlicher als jetzt.
Denn statt strahlendem Sonnenschein, gibt es nun Regen.
Man könnte meinen, ich hätte mich inzwischen an die Kälte und das Nass gewöhnt. Doch dem ist nicht so.
Das einzig Positive wird wohl allein die Tatsache sein, dass es sich bei Sonnenschein und Temperaturen, die eine Jacke unnötig machen, einfach viel schlechter lernt.
Ich hätte ständig das Gefühl, etwas zu verpassen.
 

P.s. Noch 55 Tage bis zum letzten Schultag - Yeeeeahh!




Sonntag - 16.11.08

Nachts um 0.41 Uhr





Es ist 0.41 Uhr; inzwischen eigentlich 0.42 Uhr wenn man sehr genau sein will. 
Ich habe schon lange nicht mehr geschrieben. Jedenfalls nicht öffentlich. Viel ist seit meinem letzten Eintrag passiert.
Unter anderem bin ich nun in meinem letzten Schuljahr. Aber was noch viel wichtiger ist - ist bin jetzt 18, volljährig.
Und in dieser Woche hatte es das erste Mal einen wirklichen Vorteil für mich: ich entging einer möglichen Blinddarmoperation.
Den Mittwoch verbrachte ich im Krankenhaus. Dies bedeutet, wie wohl jeder weiß, stundenlanges warten, um dann einen sich entschuldigenden Arzt vor sich sitzen zu haben, der sich damit rausredet, dass "einige dringende Notfälle vorlagen" und der dann auch noch mit der sehr informativen Nachrichten kommt "es liegt uns kein akutes Ergebnis vor". Toll. Danach ist man wirklich sehr viel schlauer als vorher.
Jedenfalls wollten die mich ernsthaft dazu bewegen, die Nacht dort zu verbringen, wo die unfreundlichsten Menschen aufeinander treffen, die es meiner Meinung nach gibt. Ja klar ... möglicherweise gehören sie zu der Sorte Mensch, die dem meisten Stress ausgesetzt sind. Aber ist das wirklich eine Entschuldigung? Ich denke nicht ...
Sagt ja keiner, dass die's leicht haben. Ich möchte nicht Arzt im Krankenhaus sein. Aber bin ich selbst betroffen, ist mir in dem Moment sowas von egal, wie viel Stress die haben. Ich hab Schmerzen und weiß nicht wieso. Sollen die was dagegen machen - wie bei allen anderen auch. 
Ich werd egoistisch ...

Hungernd (da fast 48 Stunden nichts gegessen) saß ich nun zum 6. Mal im gleichen Zimmer, welches mich einer Diagnose bisher keinen Schritt weitergebracht hatte. Nun wurde mir verkündet "Wir würden sie dann jetzt an den Tropf anschließen (Nadel hängt ja schon seit 3 Stunden im Arm...). Die nächsten 24 Stunden nichts essen - nichts trinken, denn eine OP kann jederzeit notwendig werden." Das wird ja immer besser ... Nicht mit mir!
Eine ganze Nacht im Krankenhaus verbringen, obwohl nicht mal ein Ergebnis vorliegt?
Sowas bietet man keinem Menschen an, der an einer ausgeprägten Krankenhausphobie leidet!
Ich, 18, unterschrieb also den Zettel. Auf eigene Verantwortung und "gegen den Wunsch des Krankenhauses" machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause. 

Inzwischen sind fast 3 Tage vergangen. Ich kann nicht behaupten, dass ich komplett schmerzfrei bin. Aber wenigstens besitze ich meinen Blinddarm (oder werde ich am besten wieder genau und erwähne dieses tolle, eklige Wort: Wurmfortsatz) noch und wurde nicht unnötiger Weise aufgeschnitten. 
Aber genug dazu. 


Es ist jetzt 01.01 Uhr.
Ich kann nicht schlafen; bzw. ist mir noch nicht danach. Ich habe das Gefühl, als wären mir einige Stunden des Tages einfach verloren gegangen. Aber woran?
Aufgrund meiner "Krankheit" war ich doch recht eingeschränkt, was meine Aktivitäten betrifft. Doch zum Glück bekam ich zum 18. Geburtstag (bzw. betrachten wir es wieder genau und wollen wir ganz schlau wirken: es war eigentlich der 19.) einen Laptop geschenkt. Dieser rettet meinen Tag.
Denn durch ihn kann ich auch kommunikativ sein, wenn ich krank im Bett liegen. Vielen Dank dafür.

01.04 Uhr
Kreativität schwirrt in meinem Kopf. Und das schon seit Tagen. Ich habe bisher aber noch nicht die optimale Möglichkeit gefunden, mit dieser auch zu arbeiten.
Aus irgendwelchen Gründen bin ich sentimental. Ich habe die ganze Zeit das Bedürfnis, Gedichte zu schreiben. ICH. Gedicht-Ich. Gedicht-Ich.
Gegensätze.
Aber offenbar kommt ab und zu die Zeit, in der man von sich selbst überrascht ist.
Doch glaube ich kaum, dass ich diesem Bedürfnis auch nachkommen werde. 
Gedanken aufschreiben - sehr gerne. 
Aber in Form eines Gedichtes - nein, danke.
Lesen, ja.
Schreiben, nein.
Schreiben im Allgemeinen dann aber wieder sehr gerne.

Oh mann ... ich merke, es ist spät. 
Was ich da so schreibe ergibt in dieser Folge von Wörtern nur wenig Sinn.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle meine Schreibphase doch lieber beenden und an anderer Stelle forsetzen.


01.11 Uhr



Donnerstag - 28.02.08

La La - Tag







Heute ist La La - Tag. Mein ganz persönlicher La La - Tag. Was ein La La - Tag ist, kann man nicht genau definieren. Es ist einer der Tage, an denen man sich abends fragt, was einem dieser Tag gebracht hat und man keine Antwort darauf finden kann. Neige ich normalerweise oft zum Philosophieren, möchte ich dies jetzt so gut es geht vermeiden. Das würde dann doch ein wenig zu weit gehen. 

Ich saß heute bis genau 15.21 Uhr in der Schule. In der letzten Stunde, Kunst, musste ich mir ein Video über Pablo Picasso ansehen; Thema "Seine Gemälde der weinenden Frauen"  .........  Es war nur ein weiterer Weg in meinen La La - Tag. Denn statt dem Unterricht zu folgen (was doch ab und zu mal vorkommen sollte), starrte ich gedankenversunken auf den Fernseher. Einige Wortfetzen und seltsam entstellte Bilder erhielten dann doch ab und zu meine Aufmerksamkeit, aber eigentlich dachte ich viel mehr an die Dinge, die ich machen würde, wenn ich nicht im Dachgeschoss eines Schulgebäudes festsitzen müsste ...

Doch als ich dann endlich zu Hause war, setzte sich mein La La - Tag nur fort. War ich in der Schule noch (erstaunlicherweise) relativ gut gelaunt und brachte mich so durch die letzten 2 Stunden, änderte sich meine Laune zu Hause in irgendetwas Nichtssagendes. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Weder gut noch schlecht. Dies führt relativ bald in einen sehr ungewöhnlichen Zustand, in dem man zu Dingen fähig ist, die man vorher nicht von sich dachte. Bei mir äußerte sich dies darin, dass ich freiwillig und ohne einen Grund beschloss, es wäre mal wieder Zeit für das Aufräumen meines Zimmers. Wer mich kennt weiß, dass dieser Gedanke normalerweise unmöglich von mir kommen würde. Aber es ist La La - Tag. Da passiert sowas ab und zu.

...

 
Montag - 24.12.07

Weiße Weihnachten?!




Denke ich an gestern, sah es ja fast so aus, als würden wir dieses Jahr endlich seit langem mal wieder eine weiße Weihnacht bekommen. Dick eingepackt mit Balu an meiner Seite, machte ich mich auf den Weg zu einem "Vorweihnachtsspaiergang" ... wie auch schon die Tage davor. 

Noch immer waren die Bäume ganz weiß vom Reif und kaum war die Sonne weg, wurde es kalt. Und so ging es nun schon drei Tage. 
Ist es denn dann voreilig, auf weiße Weihnachten zu hoffen?




Schon seit Wochen deutet alles in der Umgebung darauf hin, dass das "große Fest" naht. Geschmückte Schaufenster, seit Oktober in den Läden stehende Schokoweihnachtsmänner, allmählich dann auch die Lichter in den Fenster und dann der Höhepunkt: ein großer, leuchtender Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Wie ungewohnt ist es doch, wenn man nichts ahnend das Zimmer betritt und plötzlich in Weihnachtsstimmung kommt. Aber kommt man bei diesem Wetter überhaupt in Weihnachtsstimmung?

Ich kann nur von mir sagen, dass der Funken von Weihnachtsstimmung heute Morgen sehr schnell verpufft ist, nachdem ich aus dem Fenster gesehen hatte.

REGEN?!

Nein ... damit hatte selbst ich, realistisch aber doch an pessimistisch grenzend, nicht gerechnet. 
Dass ich  meinen Winterspaziergang für einige Zeit verschieben müsste ... darauf hatte ich mich eingestellt. Aber doch nicht darauf, dass ich nun meine Wintermütze gegen eine wasserdichte Kaputze eintauschen muss!

Kein Schnee ... kein Weiß ... kein richtiger Weihnachtsspaziergang ...

Was bleibt uns denn dann noch?
Um wenigstens noch ein bisschen weihnachtlich gestimmt zu werden, sollte man sich in dieser Situation einen Teller mit selbstgebackenen Plätzchen schnappen, sich vor den Wehnachtsbaum setzen, die dazu passende Musik hören und auf den Weihnachtsmann warten ...

Und wenn das alles nichts hilft, haben wir ja noch die Erinnerung an die vergangenen Tage:




  
   





Mittwoch - 03.09.07

Sonne, Sonne, Sonne ...




Hach ... in den letzten Wochen war aber auch viel zu tun. Zuerst waren die Sommerferien. Ja, die Zeit war toll. Da bleibt es einem selbst überlassen, wie man seinen Tag gestaltet. Ob nun faul in der Sonne liegend, im Meer schwimmend oder einen völlig ausgeplanten Tag nach dem anderen erlebend. 

Doch leider geht auch diese, meist sorgenlose Zeit, schneller um, als man gedacht hatte. Ja ... eigentlich könnte man in der letzten Woche noch meinen "Gab es nicht grade erst Zeugnisse?!"

Nun ja ... aber wie das nun einmal so ist, muss man sich allmählich wieder an den normalen Alltag gewöhnen. Obwohl allmählich untertrieben ist; man betritt die Schule und wird regelrecht mit Informationen und Hausaufgaben überschüttet, als wolle man die Zeit wieder aufholen, die in den vergangenen sechs Wochen verloren gegangen ist.

Wie oft musste ich in den letzten Wochen hören, wie wichtig es spätestens ab jetzt ist, im Unterricht aufzupassen und stets und ständig gute, wenn nicht sehr gute, Leistungen zu vollbringen. Einige Zitate darunter waren zum Beispiel:

"Es gibt ab jetzt nur noch ein Fach für euch - und das ist Mathe."

"Ihr nutzt den ganzen Tag für die Schule; und der Tag hat für euch 25 Stunden. Woher ihr die eine Stunde nehmt, ist mir egal."

"Für euch gibt es kein Wochenende mehr. Gewöhnt euch schon mal dran."

Oh ja ... diese Worte machen natürlich Lust auf mehr - voller Elan stürzt man sich an die Arbeit; immer mit dem Gedanken daran, dass man als Schüler einer 11. Klasse scheinbar kein eigenes Leben mehr zu führen hat. 

"Aber ihr seid alle freiwillig hier - also hört auf zu meckern!"

In diesem Sinne ... belasse ich es einfach mal dabei. Es gibt ja zum Glück auch noch die schönen und entspannteren Dinge im Leben. Denn da würde mir sicher jeder Recht geben: Ein Leben ausschließlich für die Schule - daran würde man kaputt gehen.

Ich muss ja zugeben, dass ich die Schule nicht immer all zu ernst nehme. Das nötigste wird gemacht und alles am besten so, dass größtmöglich viel Freizeit entsteht. Aber selbst auf diese Weise kommt dabei nicht viel heraus. Irgendwas muss immer darunter leiden. Entweder die Schule oder die eigenen Interessen. Beides lässt sich nur schwer verbinden ...

An meinem freien Tag habe ich also ganz unvorbildlich verbracht und meine Schultasche nicht mal angesehen. Wäre bei dem schönen Wetter auch nicht zu entschuldigen gewesen 







Mittwoch - 04.07.07

Praktikum 25.06. - 10.07


ein Bild

So sehe ich aus - ganz in weiß. Ein seltener Anblick. Extra gekauft für die zwei Wochen Praktikum beim Tierarzt. Wird am Dienstag aber gleich wieder im Schrank verschwinden. Denn schwarz ist mir doch um einiges lieber.

Aber genug zur Arbeitsbekleidung.

Am Montag, den 25.06., begann also mein Praktikum beim Tierarzt.  Jedenfalls besteht meine Aufgabe hauptsächlich darin, den OP-Raum nach einer Operation wieder begehbar zu machen, was doch recht einseitg werden kann. 

Aber inzwischen durfte ich auch bei Operationen helfen. Da stehe ich dann also mit meinem tollen weißen Umhang und den weißen Handschuhen und darf schon mal sämtliche Organe zur Seite schieben, damit der Doktor auch ja nichts falsches abschneidet.

Das gefällt mir dann doch schon viel besser. Das ist interessant. Dabei könnte ich stundenlang zusehen.

Ekel habe ich nie verspürt. Dazu ist das Interesse zu groß.

Inzwischen war ich bei den verschiedensten Operationen dabei. Da hätten wir zum Beispiel einen Golden Retriever mit Brustkrebs oder einen Beagle mit einem Krebsgeschwür am Kiefer (das war eine sehr, sehr blutige Angelegenheit ... und der Kleine hat es leider nicht überlebt, da er zu viel Blut in der Lunge hatte )

Aber da gibt es auch die weniger schwierigen Fälle wie Kastrationen der verschiedensten Tiere (Hunde, Katzen, Kaninchen, Schweine ...) oder die Entfernung von "Umfangsvermehrungen".

Noch stehen mir einige Tage in der Praxis bzw. Tierklinik bevor. Mal sehen, was mich in den nächsten Tagen so erwartet ...
 

Mittwoch - 13. Juni 2007



ein Bild

Was für ein Wetter ...

Erst sitzt man tagelang in der Schule, klebt schon fast am Stuhl, den Kopf in die Hände gestützt. Vielleicht fächelt man sich noch mit einem Hefter ein wenig Luft zu, wenn man noch die Kraft dazu hat, doch auch diese steht schon fast und erzielt daher nicht die gwünschte Abkühlung.

Sehnsüchtig wartet man auf die Durchsage "Hitzefrei" ... "Noch 10 Minuten bis zum Stundenende ... noch 5 Minuten ..." Und? Was kommt? Natürlich nichts ...

Schaue ich mich so um, gehören wir doch zu den wenigen, die auch bei 30° C im Schatten noch teilweise bis zur 9. Stunde in der Schule sitzen und uns Gedanken über die Brechung des Lichts, Logarithmen oder diverse andere Themen machen müssen.

Natürlich wird noch bis zur letzten Minute Leistung erwartet. Nur die wenigsten Lehrer zeigen ein wenig Mitleid und lassen uns still weiter leiden, anstatt uns noch mit mathematischen Formeln und chemischen Gleichungen zu quälen.

Als Argument  höre ich oft "Nächste Woche sind die Prüfungen" ... Wahnsinn. Als würde Unterricht in der 7. Stunde bei diesem Wetter unsere leeren Köpfe noch mit wertvollen Tipps füllen und uns zu intelligenten Schülern machen, die ihre Prüfung mit Durchschnitt besser als 2 bestehen.

Da sitzt man doch viel lieber zu Hause am Pool (so man einen hat) oder am Strand und macht seine Aufgaben dort. Wer nun sagt "Da macht doch sowieso keiner was", hat damit wahrscheinlich sehr recht, nur ist es dann nicht mehr die Aufgabe des Lehrers, sondern nur noch die des Schülers. Er ist für sich selbst verantwortlich und kann entscheiden was und wie viel er für die anstehenden Prüfungen tut. In der Schule würde er genauso teilnahmslos dasitzen ...

Doch nun hat all dies ein Ende.

Der Lehrer freut sich, wenn er nun aus dem Fenster schaut - nichts als Wolken. Ein grauer Himmer. Keine Sonne. Wind. Regen.

Die Prüfungen können also kommen ...

 

Dienstag - 1. Mai 2007

Es ist Dienstag. Ich hatte das Glück, den gestrigen Tag auch frei zu haben. Ich hatte also ein "langes" Wochenende. Viel zu wenig Zeit. Eigentlich ist es ja egal wieviel Urlaub man hat - hinterher beschwert man sich doch jedes Mal aufs Neue, wie schnell die Zeit vergangen ist und dass man noch mindestens eine Woche länger frei haben muss, um sich vom Urlaub zu erholen ...

Nun sitze ich hier vorm Computer und schreibe meinen ersten öffentlichen "Tagebucheintrag". Dieser dient wohl doch eher zum Vertreib der Zeit als dass ich nun irgendwelche weisen Ratschläge von mir gebe oder Tipps, die die Welt verändern.

Heute ist mal wieder einer dieser Tage. Ein Tag, an dem ich wirklich zu nichts Lust habe. Weder möchte ich mich jetzt aufs Fahrrad schwingen und vollkommen erschöpft abends wieder zu Hause ankommen, noch möchte ich mich vor den Fernseher legen und die Zeit mit sinnlosen Serien und Programmen verschwenden.

Stattdessen sitze ich nun hier. Und schreibe. Ist das nicht auch verschwendete Zeit?

Manch einer wird sagen "ja". Und auch ich würde das Tippen von Tasten nicht unbedingt als sinnvoll bezeichnen. Doch immer noch sinnvoller als auf dem Sofa vorm Fernseher liegen. Oder nicht? Kommt es nicht auf die Umstände an? Vielleicht läuft gerade in diesem Moment eine durchaus interessante Sendung, die einen Menschen nach dem Ansehen wieder ein Stück weit intelligenter gemacht hat.

Aber das Äußern von Gedanken ist auch eine Art von Beschäftigung und mag für den ein oder anderen auch als kreativ gelten. Nur stellt sich hier wieder die Frage: Was ist kreativ?

Glauben wir dem Duden, so ist "kreativ sein" "ein schöpferischer Vorgang, bei dem eine Person eine Idee hat und diese gestalterisch verwirklicht."

Dann bin ich jetzt also scheinbar kreativ. Aber bin ich das dann nicht auch, wenn ich meine Hausaufgaben mache? Wenn ich etwas koche? Kreativ ist also jeder. Und das wohl jeden Tag einige Male. Wenn auch manches Mal unbewusst.

 Hier mit beende ich für heute meine kreative Phase. Beziehungsweise setze ich sie an anderer Stelle fort.

Liebe Grüße

Franzi